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Südstrand

Schon vor Jahrhunderten badete man an vielen Stellen im Watt des Jadebusens. Bretterböden mit Geländern wurden auf den Schlick gelegt, so dass man sich bei Strömung festhalten konnte. 1872 wurden erste Badebuden aufgestellt. Mit dem Bau der heutigen Ersten Hafeneinfahrt wurde 1875 - 1886 auch der neue Seedeich aufgeschüttet. Er bekam 1905-1909 unter Hafenbaudirektor Julius Rollmann (1866-1955) seine jetzige Lage als Südstrandpromenade und wurde über die 1905-1907 von Ernst Troschel (1868-1915) gebaute Kaiser-Wilhelm-Brücke mit der Stadt verbunden, 1913 wurde der Südstrand durch eine Straßenbahnlinie erschlossen.

Kurz nach 1880 hatte der Allgemeine Bürgerverein auf der Deichböschung eine Herrenbadeanstalt erbaut. Westlich davon ließ 1883 der Seebadeverein Wilhelmshaven eine Damenbadeanstalt auf Pfählen in das Watt stellen. Nachdem die Badeanstalten verschiedentlich weggeschwommen waren, entstanden auf der Deichaußenböschung der Südstrandpromenade - damals ein staubiger Schlackeweg - durch Bretterzäune abgeteilte Badeanstalten für Damen und Herren. Während des Ersten Weltkrieges ruhte der Badebetrieb. Die demolierten Südstrand-Badeanstalten wurden vom Stadtbauamt 1919 völlig neu in Holzfachwerk gezimmert. Wilhelmshavens Stadtbaurat Hermann Zopff (1871-1945) baute schließlich 1926 - 1928 diesen Südstrand als "Seebad größeren Stils" für 1 Mio Reichsmark in eindrucksvoller expressionistischer Ziegelarchitektur: 5 Strandhäuser, Kolonnaden, Cafés, Läden, Lesesaal, Trinkkurhalle, Teehäuschen und Umkleideanlagen. Der Strand war aufgeteilt in Damen-, Familien- und Herrenbad.

Vorbild für die Südstrandpromenade waren Badeanlagen in Holland, Belgien und England. Bis zu 20.000 Kurgäste kamen jährlich in den 20er und 30er Jahren. Von hier aus gingen auch die Seebäderschiffe nach Helgoland und zu den Ostfriesischen Inseln. Erst 1950 gaben die Alliierten den Südstrand wieder frei. 1968 wurde das westlich gelegene ehemalige Planschbecken zur Liegewiese aufgefüllt. 1980 wurde der Südstrand Fußgängerzone. Stadt Wilhelmshaven und Land Niedersachsen gemeinsam bauten 1985-1987 nach Planungen vom Hochbauamt und Staatlichem Amt für Wasser und Abfall den Südstrand für 10 Mio DM um: Alleebäume, Sitzmulden, Pflanzbecken, Servicegebäude, Pflasterung, Flutmauer, Duschen, Badetreppen, Liegewiesen. Die Plastiken "Welle über die Mauer" (Werner Reichhold) , "Nautilus" und "Kleiner Wassergeist" (Hartmut Wiesner) setzten sich künstlerisch mit dem Meer auseinander.

(Quelle: Infotafel der Wilhelmshavener Touristik am Südstrand)